ich habe gelernt, das fühlen zu lieben. positive emotionen zu lieben muss nicht erlernt werden, um sie geht es hier nicht
es sollte nichts beorgniserregendes sein, auf die frage, ob alles in ordnung sei, nein zu antworten
ich rede über innere dunkelheit, schmerz und verwirrung, angst und hass, ich liebe es, sie zu spüren
wir müssen bloß akzeptieren und tief fühlen, zulassen, um sie allesamt
loszulassen.
nein mir geht es nicht gut! und das sollte dich, du der mich niedergeschlagen siehst, glücklich machen
denn es heisst: ja ich lasse es zu und verkleide meine gefühlswelt nicht in lügen
es gehört zu der menschlichen erfahrung des wachsenden und verarbeitenden wesens dazu, zu zerbrechen, zu weinen, es bedeutet, den inneren Schrei nicht zu erdrücken sondern ihm den ganzen Raum zu geben, den er braucht
um den schmerz des schreies zu spüren, welchen er in sich trägt, was er erzählt
den schmerz abgeben. ihn loslassen
nein es geht mir nicht gut. ich bin nicht traurig bloss spüre ich die intensität der wiedersprüche dieses lebens
nein mir geht es gerade nicht gut damit ich mich bald gut fühlen kann. nämlich vollkommen gut, ein reines gut, ein gut welches nicht das kochen des unguten unterdrückt bis es nicht mehr unterdrücken kann
ein gut das sich keine sorgen darum macht wie lange die bekümmertheit still bleibt
nein!!!! gerade geht es mir nicht gut ich muss fühlen und meine seele durch meine tränen sprechen lassen. und das ist das beste, was ich für mein wohlbefinden tun kann.
unsere gefühle gewinnen nicht an bedeutung, wenn wir sie rechtfertigen. sie warten darauf, in voller Erhabenheit gefühlt zu werden
Hallo ich bin ziemlich am Boden. Nicht zerbrochen oder gestürzt, sondern still sitzend, betrachtend. Der Boden ist ein ziemlicher Ort. Ich habe aufgehört, ihm entkommen zu wollen oder ihn zu überdecken.. es fühlt sich so schlimm und gut an, hier zu sein. hier sitze ich mit all meinen inneren feinden zusammen und studiere sie, frei von angst und scham
Das ist der Kreislauf. Es geht einem nur so lange gut bis es einen wieder niederschlägt; jedes leid und jeder kummer sind eine ebene höher als beim letzten mal, sie werden nie aufhören, denn sie bedeuten aufstieg, dialektik, wachstum, sie sind der schmerz in den beinen wenn wir es erneut anetzen zum Aufstieg des berges der Raffinesse.